Wilhelm Dworžak

Metallgießer. Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime. Hingerichtet.

* 1904    † 1943

 

Lebenslauf

Wilhelm Dworžak wurde am 1.4.1904 in Wien geboren. Er arbeitete als Metallgießer.

Tätigkeit für den Literaturapparat der KPÖ

Wilhelm Dworžak war seit 1934 Mitglied der KPÖ, und im Literaturapparat tätig.

Widerstand, Verhaftung, Todesurteil

Wilhelm Dworžak wurde am 4. 11. 1941 verhaftet, und am 30. 9. 1942 zum Tode verurteilt. Am 15.2.1943 erfolgte im Landesgericht I in Wien seine Hinrichtung.

Aus der Anklageschrift vom 25. 6. 1942

„Der Angeklagte Dworžak, der schon vor dem Anschluss der Ostmark ans Altreich illegal für die KPÖ gearbeitet und dann die Verbindung zu dieser verloren hatte, suchte Ende 1938 wieder Anschluss an kommunistische Kreise. Im Februar oder März 1939 verschaffte (…) Alois Houdek eine neue Verbindung. (…) Als er im September 1940 zur Wehrmacht eingezogen wurde, hörte seine illegale Arbeit zunächst auf. In der Zeit seines Wehrmachtsurlaubs von der Wehrmacht, der vom 5. Dezember 1940 bis zum 5. Mai 1941 dauerte, nahm der Angeschuldigte seine Tätigkeit als Literaturverteiler wieder auf und brachte etwa dreimal Schriften zur Verteilung.“

Gedenkort - Landesgericht für Strafsachen Wien

Im ehemaligen Hinrichtungsraum des Landesgericht für Strafsachen Wien findet sich sein Name auf einer der Gedenktafeln.

Gedenkort - Gruppe 40, Zentralfriedhof

In der Gruppe 40 wurden die im Wiener Landesgericht Hingerichteten beerdigt. 2013 wurde die Gruppe 40 zur Nationalen Gedenkstätte erklärt.

Quellen und Bildnachweise

  • Willi Weinert, "Mich könnt ihr löschen, aber nicht das Feuer". 4. Auflage Wiener Stern Verlag, 2017
  • Porträtbild: Willi Weinert oder Wiener Stern Verlag
  • Bild Fallbeil/Guillotine: Leihgeber Kurt Brazda
  • Andere Bildrechte: Angabe bei Anklicken des Bildes (Bildinformation)
  • Andere Bilder: Privatbesitz oder Verein Zur Erinnerung

Porträt erstellt von Jürgen Heimlich, Verein Zur Erinnerung, auf Basis der angegebenen Quellen.

Weiterführende Informationen

  • DÖW Katalog zur permanenten Ausstellung. Hg. v. Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands, Wien 2006
  • Wolfgang Neugebauer, Der österreichische Widerstand 1938-1945, Wien 2008
  • Die Geschichte des Grauen Hauses und die österreichische Gerichtsbarkeit, Wien 2012
  • DÖW (Hg.) Widerstand und Verfolgungen in den österreichischen Bundesländern (Wien, Burgenland, Oberösterreich, Tirol, Niederösterreich, Salzburg), Wien 1975-1991
  • Heinz Arnberger, Claudia Kuretsidis-Haider (Hg.) Gedenken und Mahnen in Niederösterreich. Erinnerungszeichen zu Widerstand und Verfolgung, Exil, Befreiung, Wien 2011
  • Brigitte Bailer, Wolfgang Maderthaner, Kurt Scholz (Hg.), „Die Vollstreckung verlief ohne Besonderheiten“, Wien
  • Herbert Steiner, Gestorben für Österreich. Widerstand gegen Hitler. Eine Dokumentation, Wien 1995
  • Herber Steiner, Zum Tode verurteilt: Österreicher gegen Hitler. Eine Dokumentation, Wien 1964
  • Willi Weinert, „Mich könnt ihr löschen, aber nicht das Feuer“. Biografien der im Wiener Landesgericht hingerichteten WiderstandskämpferInnen gegen das NS-Regime. Ein Führer durch die Gruppe 40 am Wiener Zentralfriedhof. 4. Auflage Wiener Stern Verlag 2017
  • Lisl Rizi, Willi Weinert, „Mein Kopf wird euch auch nicht retten“. Korrespondenzen österreichischer WiderstandskämpferInnen aus der Haft. 4 Bände. Wiener Stern Verlag 2016

Web-Hinweise


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